Krebsregister Baden-Württemberg Qualitätskonferenzen

Aufbau und Trägerschaft

Aufbau und Trägerschaft

Das Krebsregister Baden-Württemberg (KRBW) mit seiner dreiteiligen Struktur, setzt sich aus der Vertrauensstelle (VS), der Klinischen Landesregisterstelle (KLR) und dem Epidemiologischen Krebsregister (EKR) zusammen. Diese drei Einrichtungen sind räumlich, organisatorisch und personell voneinander getrennt. Die Trägerschaften der drei Registerteile sind:

Deutsche Rentenversicherung (DRV) für die Vertrauensstelle in Karlsruhe
Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) für die Klinische Landesregisterstelle in Stuttgart
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) für das Epidemiologische Krebsregister in Heidelberg

Die Vertrauensstelle und die Klinische Landesregisterstelle werden als flächendeckendes klinisches Krebsregister in Baden-Württemberg definiert. Die VS nimmt die elektronischen Meldungen an das KRBW entgegen und prüft personenbezogene Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität. Die verschlüsselten medizinischen Daten werden an die Klinische Landesregisterstelle weitergeleitet. Die VS übernimmt die Verwaltung der Melder und zahlt die Aufwandsentschädigungen an die Melder aus. Zudem ist die VS Ansprechpartner bei Auskunftsersuchen von Patienten oder Widersprüchen gegen die Speicherung der personenidentifizierenden Daten im Krebsregister.

In der KLR werden die klinischen Angaben auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft. Klinische Daten können Ärzten über die Behandlungsdatenrückmeldung zurückgespiegelt werden. Die Geschäftsstelle Qualitätskonferenzen ist an die KLR angebunden und führt seit 2015 regionale Qualitätskonferenzen durch.

Das EKR beschreibt die Krebslandschaft Baden-Württemberg und wertet Krebserkrankungen in definierten Einzugsgebieten aus. Dabei sind Inzidenz und Mortalität das Hauptaugenmerk, aber auch die Unterstützung und Durchführung wissenschaftlicher Vorhaben gehört zu den Aufgaben des EKR.